Wirtschaftsförderungsagentur soll sozialer werden

Wolfgang Behrs 18. Dezember 2020

Seit einigen Wochen diskutieren Ausschüsse und Kreistag über eine Neuausrichtung der Wirtschaftsförderungsagentur (WFA).

Für uns als LINKE sind die Ansiedlung zusätzlicher Betriebe und die Erweiterung bestehender Betriebe sinnvolle Ziele zur wirtschaftlichen Entwicklung des Kreises Plön und für die Schaffung neuer Arbeitsplätze.


Wichtig ist uns aber auch die Qualität der Betriebe in Bezug auf Umweltverträglichkeit, auf ein klimaschonendes Wirtschaften und Produzieren und auf den Nutzen für den Kreis Plön und die hier lebenden Menschen.


Auch neue und bestehende Arbeitsplätze sind nicht nur quantitativ zu bewerten, sondern auch qualitativ. Der Gute-Arbeit-Index des DGB wäre dafür eine geeignete Bewertungsgrundlage. Besonders wichtig ist uns zudem die Integration von Menschen mit sog. „Migrationshintergrund“ und die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen bei der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Bei der künftigen Tätigkeit der WFA sollen aber auch Existenzgründungen aus diesen beiden Zielgruppen heraus explizit im Fokus stehen.

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE verknüpfte in ihrem Antrag für eine soziale Ausrichtung und Zielsetzung der WFA ihre Forderung mit den konkreten Punkten:

  • Gute Arbeit gemäß der Anforderungen der DGB-Gewerkschaften zu Arbeitsbedingungen und Entlohnung
  • Entlohnung nach Tarif bzw. angelehnt an den Tarifvertrag der entsprechenden Branche
  • Arbeitszeiten, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht
  • Förderung von Integration und Inklusion
  • Schaffung von Ausbildungsplätzen im Sinne der genannten Kriterien

Der dafür zuständige Hauptausschuss des Kreistages stimmte unserem Antrag mit den Stimmen von LINKE, SPD, Grünen und KWG zu. Wann und wie das jetzt von der WFA umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Wir werden das aufmerksam im Auge behalten, auch um zu gewährleisten, dass die beschlossene Zielsetzung und Ausrichtung nicht nur auf dem Papier steht.